In der Kürze liegt die Würze. Auch bei Texten?

In der Kürze liegt die Würze
15 Tipps, wie Du Deine Webtexte effektiv kürzt und Deinen Kernaussagen mehr Power verleihst

 

“Ich hab meinen Texte gekürzt, jetzt liest er sich aalglatt und gar nicht mehr nach mir”

Einer der beiden Sätze, die ich häufig von meinen Kund:innen höre.

Ein weiterer Klassiker ist: “Wencke, ich schreibe Bandwurmsätze und hab keine Ahnung, wo ich was kürzen soll.”

 

Kommt Dir das bekannt vor?
Es ist aber auch so eine Sache mit dem Kürzen.

 

Auf der einen Seite wollen wir unsere Inhalte prägnant auf den Punkt bringen.
Andererseits soll unsere Persönlichkeit ja auch noch mitschwingen.

Kürzen wir and er falschen Stelle, werden die Texte hölzern.

 

In diesem Beitrag nenne ich dir 7 Punkte, mit denen Du Deine Texte im Handumdrehen kürzen kannst UND dadurch  Deine Kernaussagen unterstreichst.

 

In diesem Sinne: Ran an den Text!

 

Die Vorbereitung

Wecke die Kürz- und Korrektur-Spürnase in Dir.

Die innere Korrektur-Spürnase ist ohnehin schon Teil von Dir.

Vermutlich hast Du sie schon getroffen. Immer dann, wenn Du einen Satz beginnst und direkt wieder löschst.

Das passiert, wenn wir schreiben und korrigieren vermischen.

Beim Kürzen am Ende  hat die Korrektur-Spürnase ihren Auftritt.

Sie hinterfragt, warum die Sätze da so stehen, wie sie stehen.

Ob sie anders stimmiger klingen. Besser wirken. Zur Zielgruppe passen.

 

15 Punkte: So kürzt Du Deine Texte auf wirkungsvolle Weise

1) Eine Nacht drüber schlafen

Lass den Text eine Nacht ruhen.

Wenn Du bis eben geschrieben hast, ist Deine kreative Hirnhälfte aktiviert.

Zum Korrigieren brauchst Du die anderen.
Gönn Dir ne Pause, lass den Text und DIch ruhen und starte dann im Spürnasen-Modus

Ich trenne die beiden Arbeitsschritte sogar räumlich voneinander.

Korrigiere am liebsten auf der Couch. Während ich beim Runterschreiben gern am Schreibtisch sitze.

Plane für Deinen nächsten Text ein, dass Du mindestens eine Nacht zwischen Schreiben und Veröffentlichung hast.

 

2) Der rote Faden

Bist Du im Eifer irgendwo abgebogen, vom Hölzchen zum Stöckchen gekommen und hast plötzlich ein ganz anderes Thema aufgemacht?

Streiche fokussiert alles, was nicht mit dem Kernthema Deines Textes zu tun hat.
Du weißt doch: Dein Text hat genau ein Ziel, das Deine Zielgruppe damit erreicht.

Beispiel: Dieser Artikel
Du möchtest am Ende die 15 Punkte wissen, die Dir beim Kürzen helfen.

Wenn ich Dir jetzt zusätzlich noch erzähle, warum die Du die drei Dimensionen des Vertrauensaufbaus kennen solltest, wär das a) too much und b) nicht das, warum Du diesen Artikel liest.

Pro Tipp: Du brauchst solche Zusatz Textinseln dann nicht löschen.

Übertrage sie lieber in ein anderes Dokument.
Sie sind sicher hilfreich für einen anderen Artikel.

 

3) Bandwurmsätze stutzen

Bandwurmsätze sind Texte mit Überlänge.

Im Web lieben wir leichte Sätze.

Als Hausnummer  und Antwort auf die Frage: Wann ist ein Satz denn zu lang?

Ab 14 Wörtern wird ein Satz schnell träge.

Überprüfe jeden Satz, ob er vielleicht zu lang ist.
Ja, im Schreibflow haut unser Hirn oft mal Bandwurmsätze raus.

Völlig OK- dafür gibt es ja dann den Spürnasen-Part beim Kürzen.

Jetzt im Korrektur-Modus zerlegst Du lange Sätze lieber in zwei kurze.

 

4) Kürzere Wörter wählen

Kürzere Wörter erfassen wir leichter.

Kurze Wörter erfassen wir leichter. Besonders im Web ist das richtig wichtig.

Schau, ob Du bei den Synonymen ein Wort findest,das treffender und kürzer ist. Und zu Dir und Deiner Zielgruppe passt.

 

5 ) Hätte, hätte- raus aus der Kette

Konjunktive verwässern Deine Aussagen UND ziehen Sätze in die Länge.

Beispiel: Würdest Du bitte mal auswählen, was  Dir am Besten gefällt?

Besser: Wähle jetzt aus, was Dir besser gefällt.

 

 

6) Füllwörter raus

 

Hier pass ganz genau auf. Denn mit diesen Füllwörtern ist es tricky.

Füllwörter sind Wörter, die keinen weiteren Infogehalt liefern.
“Aber,  eigentlich, nur, irgendwie…””
An manchen Stellen ziehen sie Deinen Text unnötig in die Länge.
Da streichst Du sie raus.

An manchen Stellen betonen sie Deine Gefühlslage, oder die Deiner Zielgruppe.

Da lässt Du sie drin.

Für die Unterscheidung brauchst Du etwas Feingefühl und Übung.

Frag Dich bei diesen Füllwörtern immer:

Betonen sie gerade ein Gefühl oder Zustand meiner Zielgruppe oder blähen sie den Satz nur auf?

 

 

7) Fühlwörter rein

Schau Dir Deine Sätze an und frage Dich: “Bekommen meine Leser dadurch ein Bild im Kopf?
Können sie gerade mitfühlen, sich bildhaft die Situation vorstellen, die ich beschreibe?

Erzeuge Kopfkino. Schreibe bildhaft.
Nutze Verben, die Deinen Texten Leben einhauchen.

Ein Beispiel:

Gestern bin ich durch den Park gegangen.

Bildhafter: Gestern bin ich durch den Park geschlendert

“Gegangen” liefert wenig Stimmung mit

“Geschlendert” aktiviert ein Bild und eine Stimmung. 

“Ach schau her, da hatte sie wohl Zeit und konnte sich einen Spaziergang durch den Park gönnen.“ „ Hach, wat schön.”

Was das mit “Kürzen” zu tun hat?

Wenn wir auf die Wortzahl blicken, erstmal nichts.
Doch auf den zweiten Blick siehst Du: Mit der gleichen Wortanzahl  und sorgsam gewählten Worten kannst Du viel mehr Bedeutung in Deinen Text legen und eine Stimmung erzeugen, die Du Deinen Lesern mitgeben möchtest.

 

Bonusübung: Spiel mit dem Satzbau

Dieser Punkt ist für Dich, wenn Du schon etwas geübter bist.
Hilft besonders bei Bandwurmsätzen.

So geht das Satzbau-Spiel

  • Schreibe Deinen Bandwurmsatz in großer Schriftgröße auf ein separates Blatt Papier. Ja, analog.
  • Schneide nun Wort für Wort aus.
  • Damit hast Du einen Bausatz erstellt, mit dem Du nach Herzenslust spielen kannst.
  • Mach es dir gemütlich und sortiere die Wörter neu.
  • Schreibe Dir die Varianten auf, die sich stimmig für Dich lesen.
  • Achte am Schluss darauf, ob und wie sich die Bedeutung ändert.

Wähle den Satz, der genau das ausdrückt, was Du sagen willst und kürzer ist.

 

Du bist dran:

Schnapp Dir nun einen Deiner aktuellen Texte und leg los.

Besonders effektiv sind diese Tipps für Deine Newsletter.
Je besser du kürzen kannst, desto mehr Platz hast Du, um von persönlichen Erfahrungen zu berichten:

 

Wozu das?

 

Na, damit Deine Leser Dich besser kennenlernen können.

Sich mit Dir und Deiner Marke identifizieren.
Du weißt nicht, was Du da schreiben sollst?
Wenn Du magst, zeig ich es Dir.

 

Deine Entscheidung

Texte zu kürzen und persönliche Erfahrungen auf den Punkt bringen, gehört zu Deinen Hauptaufgaben als Personenmarke.

Das brauchst Du immer wieder.
Bei Betreffzeilen für Deine Newsletter, beim Storytelling, für Deine Blogbeiträge.

DAUERND!

 

Deine Entscheidung ist, ob du

  • weiter herumprobieren möchtest oder
  • mit meinem Workshop Mails for more lernst, wie Du in Deinen Newslettern (oder Blogbeiträgen) effektiv auf den Punkt kommst. Damit Du unterhaltsame Texte schreibst, die Dir beim Verkaufen helfen.
 
In jedem Falle wünsch ich Dir viel Spaß beim Ausprobieren!
 
 

 

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